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Ungewöhnliche Allianzen

Ausgabe 04/2018

Der Neuanfang mit dem Systemwandel ab 1989 einerseits und die bis heute kaum thematisierten Kontinuitäten während des Staatssozialismus andererseits prallten in den post-sozialistischen Regionen Europas aufeinander. In dieser Konstellation sind die post-sozialistischen Gesellschaften bereits stark politisiert, zugleich genießt die Politik wenig Vertrauen in der Bevölkerung. Gerade das bildet den Nährboden für ungewöhnliche Allianzen. Was hat diese Allianzen zusammen gebracht und was hält sie beieinander? Was können sie erreichen, verändern, in Bewegung bringen?

Schulterschluss statt Hitlergrüße: Wieso sich Ostdeutsche und Migrant:innen vereinigen sollten // „In Russland ist eine regelrechte Gefängniskultur entstanden.“ – Interview mit Dmitry Glukhovsky // Zeit, in Rente zu gehen – Der Generationenkonflikt in der polnischen Politik // Gescheiterte Integration? Das Verhältnis zwischen AfD und Spätaussiedler:innen // Diaspora ist keine Einbahnstraße – Moldovas ziviler Widerstand // Das Fürchten vor Alternativen – Von einem „Multikulti-Theater“, das nach Serbien auszog // Dunkle Kräfte unter schützender Hand – Über den Faschist Bolesław Piasecki in der Volksrepublik Polen // Dreamland – Fotografien aus Minsk

Inhaltsverzeichnis | Ausgabe bestellen | 92 Seiten
ISSN 2625-1574 (Print) | ISSN 2625-5839 (Online)

Der Osten, die Heimat?

Ausgabe 03/2018

Der Erfolg nationalistischer Bewegungen und Parteien hat die Debatte über die Heimat befeuert. Phänomene wie Globalisierung und Entgrenzung sind weltweite Entwicklungen, die nicht nur, aber eben auch auf den post-sozialistischen Raum Einfluss haben. Was bedeutet Heimat? Wie wird sie wahrgenommen im Prozess der post-sozialistischen Transformation 30 Jahre nach dem Epochenjahr 1989? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es in den post-sozialistischen Regionen Europas?

Heimat als Politikum – Ostdeutschland, AfD & die Linkspartei // Ersatzheimat FußballPolitikprofessor Timm Beichelt im Interview über Ostfußball und RB Leipzig // Polenversteher wider Willen – Wie sich die PiS am Buffet historischer Widersprüche bedient // „Das kleine Vaterland“ – Wie junge polnische Konservative ihre Heimat sehen // Eisenhüttenstadt: Fragmented City – Analoge Fotografie // Der Rhein wurde auf Deutsch schon häufig besungen… – Heimatbegriffe in der sowjetdeutschen Literatur // Der EuromaidanIdentität zwischen dem Eigenen und dem Fremden // Per Sachsen-Anhalter durch die jugonostalgische Galaxis – Ein essayistisches Mosaik von flüchtigen Heimaten // Kosovo: Da haben wir unseren Staat, lass uns von hier verschwinden!

Inhaltsverzeichnis | Ausgabe bestellen | 112 Seiten
ISSN 2625-1574 (Print) | ISSN 2625-5839 (Online)

Alte und neue Grenzen in Europa

Ausgabe 02/2017

In welchem Maße hängt die angeblich geographische Bezeichnung Ost-Europas mit einer politischen, sozialen oder ideologischen zusammen? Von wem, wie und zu welchem Zwecke wird sie instrumentalisiert? In unserer Aufforderung zur Veröffentlichung im Journal nahmen wir den Begriff der Grenze als Leitmotiv der Analyse. Dabei ist die Grenze im Hinblick auf Nationalstaatlichkeit in einem Deutungskontinuum zu betrachten: von der augenscheinlichen Materialität der Territorialgrenze bis hin zu metaphysischen Ausführungen über die nationale Besonderheit – das eine ist Konkretion des anderen.

Das Ende der Sowjetgrenzen: Wie eine Generation von Armeniern den Wandel der Grenzen erlebt hat // Berg Karabach: Steiniger Weg zum Frieden // Was ist neu am Kalten Krieg? Zur Wiederholung geopolitischer Erzählungen in neuen Strukturen und Grenzen // Fantasien über Gayropa: Kunst und Politik // Ausgegrenzte Europäer – Kosovo und die EU // Soziale und wirtschaftliche Antworten statt Nationalismus – Interview mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratović // Launische Pfade – eine vergleichende Analyse der lokalen Identität an Polens West- und Ostgrenze

Inhaltsverzeichnis | Ausgabe bestellen | 80 Seiten
ISSN 2625-1574 (Print) | ISSN 2625-5839 (Online)

Titelbild Ost Journal 01/2017 "Was ist Ost-Europa?"

Was ist Ost-Europa?

Ausgabe 01/2017

Aus welchen verschiedenen Perspektiven lässt sich das Thema Ost-Europa beleuchten? Die Redaktion hatte keinen theoretischen oder programmatischen Rahmen vorgegeben, weil er den von uns ersehnten Dialog und die thematische Auseinandersetzung mit Ost-Europa bereits begrenzt hätte. Es war uns wichtig, verschiedene politische Ansichten über den ost-europäischen Raum in einen Dialog miteinander zu bringen und eben auch durch die unterschiedlichen Perspektiven die monolithische Wahrnehmung von Ost-Europa und Ost-Europäer*innen zu durchbrechen.

Postsozialistisch – Postsowjetisch – Postkolonial – Poststrukturalistisch geprägte Analysen von Ost-West-Verhältnissen // Soziale Kosten der ökonomischen Transformation in Estland – Der Preis des Wachstumsparadigmas // „Ost-Deutschland“: Under Western Eyes // Träume der Transition, erläutert durch Träume des Kapitalismus // Home is (t)here: Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina in San Francisco heute // Alles nur Propaganda? Sergej Ėjzenštejns Oktober und die Große Sozialistische Oktoberrevolution // Plattenbau trifft auf Kulturwissenschaften – Interview mit Rüdiger Hahn

Inhaltsverzeichnis | Ausgabe bestellen | 80 Seiten
ISSN 2625-1574 (Print) | ISSN 2625-5839 (Online)