Call for Papers Ausgabe #6: Frankfurt oder Słubice

Deadline für Beiträge: 31. Oktober
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Wer im Brennglas die Dynamiken und Konflikte des europäischen Zusammenwachsens unter den Bedingungen der Wende- und Nachwendezeit betrachten will, ist in Frankfurt (Oder) und Słubice genau richtig. Auf den ersten Blick wirken Frankfurt (Oder) und Słubice eher wie zwei verschlafene Städtchen, aber im Jahr 2029 könnten sie als deutsch-polnische Doppelstadt an der Oder gemeinsam den Titel als Europäische Kulturhauptstadt tragen. Frankfurt (Oder) und Słubice: The Next Big Thing?

Das ehemalige Kino Piast in Słubice.
Das ehemalige Kino Piast in Słubice.

Auf der einen Seite des Flusses liegt Frankfurt (Oder): Lange Zeit geprägt von Deindustrialisierung, Abwanderung, Rückbau. Auf der anderen Seite Słubice: Polnische Boom-Region, aber für viele Besucher:innen lediglich Zigaretten- und Alkoholshop.

Wir wollen den Blick weiten und unter die Oberfläche schauen. Welche Brüche, Verwerfungen und auch Freiräume sind seit 1989 beiderseits der Oder entstanden? Wie gingen Frankfurter:innen und Słubicer:innen mit den neuen Möglichkeiten aus Transformation und Grenzöffnung um?

Zugleich nehmen wir die gesellschaftlichen und politischen Debatten in den Blick und fragen nach ihrer Wirkung vor Ort: Welche Erfahrungen von Abwertung und Ausschluss haben Ostdeutsche und Polen gemacht? Welche Folgen hat die Abwanderung der Wende- und Nachwendegeneration, die Zuwanderung von Geflüchteten aus Nahost (Frankfurt) und der Ukraine (Słubice)? Welche Dynamiken entstehen zwischen Befürworter:innen und Gegner:innen von europäischer Zusammenarbeit, zwischen Gewinner:innen und Verlierer:innen der Transformation? Und welche Bedeutung hat das alles im alltäglichen Umgang zwischen Frankfurt und Słubice?

Redaktionelle Anmerkungen:

  • Artikelformate können im akademischen, halb-akademischen, essayistischen, autobiographischen oder journalistischen Stil verfasst sein.
  • Darüber hinaus freut sich die Redaktion über Interviews, Reportagen, Porträts, Kommentare, Rezensionen, Fotoreihen, Illustrationen.

Art und Länge der finalen Beiträge:

  • ein eingehender, längerer Beitrag von 5-7 Seiten (ca. 21.000 Zeichen) oder
  • ein kürzerer Beitrag von 2-4 Seiten (ca. 12.000 Zeichen)
  • andere Beitragslängen können abhängig von der Gesamtkonzeption der Ausgabe berücksichtigt werden.

Interessierte können unveröffentlichte Manuskripte, Artikelentwürfe, Exposés oder Abstracts (hier mind. 300 Wörter) einreichen. Bei eingereichten Abstracts erfolgt eine Zusage lediglich unter Vorbehalt, bis der fertige Artikel der Redaktion vorliegt. Die ausgewählten Artikel müssen unter Beachtung der Hinweise für Autor:innen vorliegen.

Zeitplan der Veröffentlichung:

Zusendung Abstracts/Entwürfe an die Redaktion Mittwoch, 09. Oktober
Auswahl Abstracts/Entwürfe Donnerstag, 10. Oktober
Zusendung finale Artikel an die Redaktion Freitag, 31. Oktober
Redigat/Lektorat durch Redaktion Mittwoch, 06. November
Veröffentlichung Anfang Dezember

Über das Ost Journal:

Das Ost Journal macht die Stimmen der Wende- und Nachwendegenration hörbar. Unsere Artikel stammen überwiegend von jungen Autor:innen der Wende- und Nachwendegeneration, welche einen persönlichen Bezug zur post-sozialistischen Transformation haben oder deren thematischer Schwerpunkt in diesem Bereich liegt.

Das Ost Journal thematisiert sämtliche post-sozialistische Regionen in Europa: Ostdeutschland, die Staaten des ehemaligen Ostblocks, des ehemaligen Jugoslawien oder der ehemaligen Sowjetunion. Wir blicken auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Das Ost Journal kombiniert Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst. Die Artikel der Ausgaben haben einen halb-akademischen Stil und sind kombiniert mit künstlerischen Werken wie Illustrationen oder Fotobände.

Für die Beiträge kann die Redaktion leider kein Honorar zahlen. Die Redaktion nimmt ihre Tätigkeiten ehrenamtlich wahr (Redigat und Lektorat der eingesendeten Beiträge, Vorbereitung des Vertriebs etc.). Etwaige Umsätze durch den Verkauf decken die anfallenden Betriebskosten (Druck, Layout, Server, etc.).

Weitere Angaben:

ISSN 2625-1574 (Print), 2625-5839 (Online)
geplante Auflage 200 Exemplare
Verbreitung Abonnements (Bundestags- und EU-Abgeordnete, Auswärtiges Amt, Universitätsbibliotheken, Privatpersonen), Onlinevertrieb, ausgewählte Buchläden in Berlin, Frankfurt (Oder) und Universitätsstädten
Erscheinungsweise halbjährig
Format B5 (17 x 24 cm)
Umfang ca. 180 Seiten Jahresumfang
Preise 15 € Einzel, 25 € Abo (zwei Ausgaben)

Alle Autor:innen erhalten ein Belegexemplar der Ausgabe. Alle Artikel erscheinen kostenlos zeitversetzt online.

 

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